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Sehr geehrter Bürgermeister Langwald, sehr geehrte Gemeinderäte,

 

Problemstellung

Im November letzten Jahres hat sich der BC Ottendorf-Okrilla schon einmal an Sie gewandt. Ein Jahr später sind wir erneut veranlasst, diesen Schritt zu gehen. Worum geht es? Wie im letzten Jahr steht der Basketball-Club vor der Herausforderung, das Training in der laufenden Saison abzudecken. Die Basketball-Saison startet in der Regel Ende September und geht bis in den Mai des folgenden Jahres hinein.

Der BCO als ortsansässiger Verein belebt Ihren Ort, gibt Kindern und Jugendlichen eine sinnvolle Beschäftigung und macht den Ort sachsenweit und sogar darüber hinaus bekannt.

 

Bedarfsermittlung

In den Sommermonaten seit Schuljahresbeginn belegt der BCO fast die komplette 2-Feld-Sporthalle.  Montags, donnerstags und freitags sind Fußball, Volleyball und Handball mit je einer Zeit vertreten. Alle Trainingseinheiten bis auf eine Ausnahme sind einfach belegt, d.h. die Trainingseinheit belegt das Hauptspielfeld und somit die gesamte Halle. Gründe liegen in der Teilnehmerzahl an den Trainingseinheiten und fehlende zusätzliche Körbe. Da es sich aber um eine Halle des Landkreises handelt, brauchen wir hier bzgl. der Ausstattung nicht ins Detail zu gehen. In den Wintermonaten kommt nun aufgrund des zu erwartenden Wetters der Fußballvereine hinzu. Die Begehrlichkeiten sind groß. So hat der ortsansässige Fußball-Verein so ziemlich eine Komplett-Belegung der Sporthalle angefordert. Es besteht genügend Bedarf, eine weitere Sporthalle auszulasten. Andere Vereine monieren ebenfalls die Hallensituation im Ort. So gab es erst kürzlich eine Veröffentlichung von Rainer Könen in der Sächsischen Zeitung unter der Überschrift: „Das große Ringen um die Hallenzeiten.“ Der Landkreis wird keine weitere Halle bauen, da der Schulsport der Oberschule als Priorität abgedeckt ist.

 

Nach Beschluss des Landratsamtes und des Sportbund Bautzen werden wir insgesamt 3 Hallenzeiten abgeben müssen. Eine davon ist jetzt schon doppelt belegt und betrifft die jüngsten in unserem Verein. Eine alternative dazu haben wir aktuell nicht, da auch die beiden anderen Hallen der Gemeinde in der Zeit ab 16 Uhr voll belegt sind.

 

Alternativen?

Wie kann die Situation entspannt werden? Hier gibt es sicherlich mehrere Möglichkeiten. Die Nachfrage kann reduziert werden. Mit dieser Stellschraube können Auflagen erteilt werden, welcher Verein welche Sportstätten, wie nutzen darf. Über kurz oder lang, wird die Frage der Priorität gestellt werden müssen und Vereine werden sich zurückziehen. Doch bevor sich alle Beteiligten gegenseitig die Augen auskratzen, kann auch auf eine andere Alternative zurückgegriffen werden. Das Angebot kann erhöht werden. In Ottendorf gibt es noch die Sporthalle Karpen, der bis letztes Jahr für Schul- und Vereinssport offen war. Laut Gemeinderatsbeschluss wurde der Karpen jedoch geschlossen. Im Karpen gibt es eine Kegelbahn, die noch eine gewisse Lebensdauer haben wird und zuletzt wurde hier ebenso das Oktoberfest ausgetragen. Warum nicht auch die Hallensituation entspannen, indem hier Trainingseinheiten abgedeckt werden. Offizieller Spielbetrieb steht hier nicht einmal zur Debatte. Diese Option hat ebenfalls Charme, da hier Trainingseinheiten in Ferien abgedeckt werden könnten, was in der neuen Sporthalle nicht möglich ist.

 

Ottendorf im Speckgürtel von Dresden wächst mit der Hauptstadt. Wir werden also im nächsten Jahr vor genau demselben Problem stehen und dieses wird sich weiterhin ausweiten. Seit der Eröffnung der neuen 2-Feld-Sporthalle wissen alle Beteiligten, dass der Bedarf an Hallenzeiten real ist. Es liegt also in der Hand der Gemeinde, sich für die ortsansässigen Vereine einzusetzen.

 

Stimmen betroffener Trainer

Unsere kleinsten sind leider unsere ersten Betroffenen. Kinder in unserer U6, d.h. alle Kinder sind jünger als 6 Jahre alt, gehen zusammen mit unserer U8-Mannschaft in die Sporthalle. Aufgrund der Doppelbelegung wurde die Mannschaft bei 15 Kindern geschlossen. Hier existiert inzwischen eine Warteliste. Die Situation sieht in unserer U12 ähnlich aus. Bei 18 Kindern wurde auch diese Mannschaft geschlossen. Jede Mannschaft muss damit rechnen, dass die halbe Saison nur eine halbe Halle zur Verfügung steht.  „Also eigentlich kann man jetzt schon sagen, dass wir selbst in den Sommermonaten bei weitem nicht den Bedarf abdecken, der besteht“, sagt die Trainerin der U6 und U12 Mannschaften. „Ab einer bestimmten Anzahl von Spielern kann man die kleinen Felder nicht sinnvoll nutzen. Dies sorgt für Frust bei Trainern und Spielern und im schlimmsten Fall werden wir mit Vereinsaustritten konfrontiert“, kommentiert ein weiterer Jugend-Trainer die Situation.

 

Wir möchten Sie höfflichst Bitten sich der Problematik anzunehmen und uns in dieser Situation zu unterstützen, um Lösungen zu finden. Dies betrifft sicher auch andere Vereine der Gemeinde. Da Ottendorf-Okrilla in den kommenden Jahren eine der wenigen Gemeinden im Kreis Bautzen sein wird, welche weiterhin wächst, sollte man ein Konzept entwickeln um auch im Bereich Freizeitangebote weiter wachsen zu können. Dazu gehört es auch ein breites sportliches Angebot für alle Altersbereiche zu haben.

 

Mit sportlichen Grüßen


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Martin Ranft

 

Vorsitzender Basketball-Club Ottendorf-Okrilla
Friedrichstal 2

01454 Radeberg